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Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien Nr. 2 (Lobgesang); Zoltán Kodály: Budavári Tedeum

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien Nr. 2 (Lobgesang); Zoltán Kodály: Budavári Tedeum
Mitwirkende: Friederike Wagner
Anke Wittel
Kim-Sung Jin
Máté Szécsi
Universitätschor Karlsruhe
Universitätschor Budapest
Sinfonieorchester an der Universität Karlsruhe
Nikolaus Indlekofer
Ort: St. Georgskirche Erzingen
Datum: 15.11.1998

Programm

Kritik des Alb Boten vom 17.11.1998

Zwei Raritäten im Rampenlicht - Kodály und Mendelssohn in Erzingen
Die Erzinger St. Georgskirche vollbesetzt wie sonst bestenfalls an Weihnachten: Anlass war ein Auftritt der beiden Universitätschöre Karlsruhe und Budapest sowie des Sinfonieorchesters an der Universität Karlsruhe unter Leitung von Nikolaus Indlekofer, einem gebürtigen Erzinger.
Das Programm bot zwei Raritäten, zum einen Zoltán Kodálys 1936 geschaffenes "Budavári Tedeum", zum anderen als Hauptkonzertteil Mendelssohns 2. Sinfonie "Lobgesang", eine Kantatensinfonie - zwei Werke also, die meist im Schatten weitaus bekannterer Kompositionen von Kodály (Psalmus Hungarius) und Mendelssohn (die Oratorien Paulus und Elias) stehen. Zwei Werke aber auch, die einen enormen organisatorischen Aufwand voraussetzen: Chor und Orchester genügen nicht, es bedarf auch noch exzellenter solistischer Stimmen.
Dieser Part wurde in der Erzinger Pfarrkirche durch Friederike Wagner (Sopran), Anke Wittel (Alt), Kim Sung Jin (Tenor) und Máté Széczi (Baß) ausgefüllt - allesamt Solisten, die auf eine Fülle von Erfolgen zum Teil auch auf internationaler Ebene verweisen können.
Rein musikalisch gesehen war wahrscheinlich Kodálys vergleichsweise kurzes "Tedeum"-Eröffungswerk, in seiner Melodiegebung pentatonisch angelegt und deutlich von der ungarischen Musikfolklore geprägt, der interessantere Teil des Erzinger Konzertes, zumal hier auch alle vier Solisten zu hören waren.
Dominierend allein von der Werklänge her war Mendelssohns 2. Sinfonie, die in Erzingen, anders als oft zu hören, mit allen Orchestersätzen aufgeführt wurde – ein Mammutwerk also, das an die Zuhörer auf harten Kirchensitzbänken einige, wenn auch lohnende Anforderungen stellte.
So war denn auch Mendelssohns rein instrumentale Eröffnungs-"Sinfonia" in voller Länge zu hören, bevor der eigentliche Vokalteil (Chor, verschiedene Solostimmen und Orchester) einsetzte, darunter als einer der Höhepunkte das Sopran- und Alt-Duo "Ich harrete des Herrn", das schon Robert Schumann begeisterte.
Konzertleiter Nikolaus Indlekofer hatte den Auftritt in Erzingen anlässlich des 20jährigen Bestehens des Universitätschors Karlsruhe ins Leben gerufen, ein Anliegen, das von Erfolg gekrönt war: Gesamtchor, etwa 50 Sänger und 70 Sängerinnen, Orchester als auch Solisten überzeugten auf voller Breite. Für das kleine Erzingen ein herausragendes Konzert, das von den mehreren hundert Zuhörern entsprechend positiv quittiert wurde.

Gerd Scheuble

Kritik des Schwarzwaldboten vom 19.11.1998

Universitäts-Musiker geben beeindruckendes Konzert - 800 Besucher beim Konzert in der Erzinger St.-Georgs-Kirche
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Von unserem Mitarbeiter Erich Dahm

Klettgau-Erzingen. Ein musikalischer Hochgenuss war das Konzert des Universitätschors Karlsruhe in der St.-Georgs-Kirche in Erzingen. Das Kirchenschiff wurde in einen großen Konzertsaal verwandelt. Mit rund 800 Zuhörern war das Gotteshaus ausgebucht.
Es gastierten der Universitätschor Karlsruhe, das Sinfonieorchester der Universität Karlsruhe und der Universitätschor aus Budapest. Die Gesamtleitung hatte der gebürtige Erzinger Nikolaus Indlekofer. Sein Auftritt mit dem Ensemble war für ihn ein nicht alltägliches Erlebnis, war es doch für ihn ein bewegender Augenblick, seine musikalische Arbeit in Orchester und Chor in der Heimatgemeinde zeigen zu können. Außer den Solisten sind Chormitglieder und Orchester Laienmusiker, denen jedoch profihaftes Können bescheinigt werden darf. Es sind Studierende und Mitarbeiter der Technischen Universität Karlsruhe, die auf einem hohen musikalischen Niveau arbeiten und in Karlsruhe regelmäßig Konzerte geben. Im Jahr 1997 wurde dem Chor der Titel »Meisterchor im Badischen Sängerbund« zugesprochen.
Mit dem Universitätschor Budapest verbindet seit langem eine Freundschaft. Beide
Ensembles besuchen sich gegenseitig und geben Gastkonzerte.
Arrangiert wurde das Kirchenkonzert in Erzingen von Nikolaus Indlekofer anlässlich des 20jährigen Bestehens des Universitätschors Karlsruhe, den Indlekofer. seit zehn Jahren leitet. Den Auftakt gab das Budapester »Te Deum« von Zoltán Kodály, in dem die Dynamik des gesamten Ensembles zum Ausdruck kam. Zur Aufführung gelangte danach die zweite Sinfonie in B-Dur, op. 52, und daran anschließend »Lobgesang« von Felix Mendelssohn. Dirigent Nikolaus Indlekofer wusste die Spannung während des gesamten Konzerts zu halten und nicht nur das Ensemble, sondern auch die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Der Lohn waren stehende Ovationen für den Dirigenten und das Ensemble.